In diesem Artikel konzentrieren wir uns auf Keile, also jene Handwerkzeuge mit denen wir Stein aufbrechen können, um ihn anschließend für unsere Skulpturen oder bei Bauarbeiten an den jeweiligen Orten zu verwenden.
In früheren Beiträgen in unserem Blog von Rock&Tools haben wir über Druckluftwerkzeuge, Vorteile, Typen, Sicherheit und Wartung, ihre Arten und wie man sie reinigt gesprochen. Auch sie eignen sich zum Spalten von Stein, aber hier vertiefen wir den Einsatz von Keilen, da sie uns vielseitig und einfaches Arbeiten ermöglichen.
Außerdem findest du auf unserer Website von Rock&Tools einen umfangreichen Keil-Katalog, den wir im Folgenden erläutern.
WAS IST EIN KEIL?
Bevor wir beginnen, sollten wir wissen, dass Keile als dreieckige Holz- oder Metallstücke gelten; das heißt, sie laufen spitz zu und sind perfekt dafür geeignet, zwei feste Körper zu trennen oder einen einzigen zu teilen, wie etwa Stein.
Zu den bekanntesten Keilarten zählen Spalt- bzw. Trennkeile und Vollkeile. Im Folgenden gehen wir jedoch auf alle existierenden Keilarten im Detail ein.


ARTEN VON KEILEN
Wie eben erwähnt, lassen sich Keile grob in zwei Typen einteilen: Spalt- bzw. Trennkeile und Vollkeile. Im Folgenden sehen wir uns die Eigenschaften der jeweiligen Arten an.
Trennkeile
Die Spalt- bzw. Trennkeile, auch als Expansionskeile bekannt, bestehen aus drei Teilen: zwei seitlichen Teilen und einem Mittelteil, das mit einem Hammer oder Fäustel geschlagen wird. Diese Art Keile wird üblicherweise eingesetzt, um größere Steine in zwei Teile zu spalten.
Es empfiehlt sich, mehrere Keile zu verwenden, um den Stein zu brechen. Weiter unten betrachten wir einige Steinarten und wie man mit ihnen arbeitet genauer. Vorweg: Wir können die Keile auf dem Stein so verteilen, dass zwischen ihnen jeweils eine Handspanne Abstand bleibt. Trennkeile können maximal das Dreifache ihrer Länge spalten. Das hängt von der Härte und weiteren steinbezogenen Faktoren ab. Das heißt, ein 20cm-Keil kann einen 60cm hohen Stein spalten.

Zur Familie der Trennkeile zählen:
- Trenn- oder Expansionskeile (voriges Foto)
- extra feine Trennkeile
- Guillet-Trennkeile
- Trow & Holden
Diese Werkzeuge unterscheiden sich untereinander nicht stark. Der einzige Unterschied betrifft das Material, aus dem sie gefertigt sind, und dass Expansionskeile in der Regel für weichere Steine als die übrigen verwendet werden.
Hervorzuheben ist außerdem das Set mit 5 Trow & Holden Keilen aus verstärktem Stahl: klein und von hoher Qualität.
Im Folgenden siehst du die Bilder der jeweils genannten Keile.

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Ein guter Trick, um die kleinen Kreisabdrücke zu entfernen, die diese Keile hinterlassen können, ist, die Schnittfläche mit dem Schlageisen nachzuarbeiten und so die dafür am Stein entstandenen Markierungen vollständig zu beseitigen. |
Vollkeile
Nachdem wir uns die Trennkeile genauer angesehen haben, schauen wir uns nun die zwei Arten von Vollkeilen an.
Wir sollten wissen, dass Vollkeile aus einem einzigen Stück bestehen und häufig in Rissen verwendet werden. In diesem Bereich gibt es spezielle Keile für Sandstein oder für Granit sowie andere, die für alle Materialien geeignet sind.
WIE WÄHLT MAN DEN RICHTIGEN KEIL AUS?
Nachdem wir einen kurzen Überblick über Keile und ihre Arten gegeben haben, ist es wichtig, den passenden Keil für das zu bearbeitende Material richtig zu bestimmen. Dabei berücksichtigen wir folgende Faktoren:
- Die Höhe des Steins, den wir spalten möchten, bestimmt die geeignete Keilgröße. Wir können Steine mit einer Höhe von etwa dem 4- bis 6‑Fachen der Keillänge spalten; das heißt, 6‑cm‑Keile können Steine von 24–36 cm teilen.
- Die Härte des Steins, den wir spalten wollen, ist zu beachten. Je härter er ist, desto weniger Keile setzen wir ein, und je weicher er ist, desto mehr Keile benötigen wir, um Ergebnisse zu sehen.
- Um möglichst gerade und kontrollierte Schnitte zu erhalten, sollten wir Keile an den Seiten des Steins oder der Blöcke setzen, um die Bruchlinie so gerade wie möglich kontrollieren zu können.

ANLEITUNG ZUR VERWENDUNG VON EXPANSIONSKEILEN
Sobald wir wissen, wie man den richtigen Keil für die Steinbearbeitung auswählt, müssen wir wissen, wie man ihn benutzt. Im Folgenden findest du eine Reihe von Schritten für die korrekte Anwendung:
- Zuerst zeichnen wir eine Trennlinie ein, an der der Stein gespalten werden soll.
- Beim Bohren der Löcher berücksichtigen wir nur den Durchmesser der Federn des Keils, ohne den Keil.
- Der Abstand zwischen ihnen sollte etwa 10–15 cm betragen; bei schwierigeren Trennungen müssen wir mehr Löcher bohren und enger setzen. Bei sehr großen Steinen ist es ratsam, an den Seiten Keile zu setzen, um einen geraderen Schnitt zu erzielen.
- Man muss bedenken, dass ein Stein entlang natürlicher Adern bricht und nicht unbedingt entlang der soeben markierten Trennlinie.
- Nun setzen wir die beiden Federn in das Loch ein und achten darauf, dass die Laschen zur Bruchlinie des Steins zeigen und niemals zur Trennlinie.
- Der Keil sollte etwa 2/3 seiner Länge an der Oberseite des Gebäudes herausragen.
- Sobald sie platziert sind, schlagen wir die Keile mit einem Fäustel oder leichten Hammer fest und gleichmäßig, aber ohne zu erzwingen. Wichtig ist auch, den Druck schrittweise zu erhöhen. Im nächsten Schritt hören wir zu und achten auf Anzeichen eines Bruchs. Bei dieser Art Arbeit ist Geduld sehr wichtig, da es vorkommt, dass wir den Vorgang wiederholen müssen, bis der Stein bricht. Wir sollten bedenken, dass es schwierige Brüche gibt, sodass wir den Stein gelegentlich ruhen lassen müssen, damit der durch den Keil ausgeübte Druck wirken kann.

STEINARTEN, BEI DENEN WIR KEILE VERWENDEN
Bisher haben wir uns die Keilarten für die Steinbearbeitung genauer angesehen. Im Folgenden fassen wir einige Steinarten kurz zusammen; in früheren Artikeln wie „Welche Steinarten zum Bildhauern gibt es?“ findest du zudem eine ausführliche Übersicht der verschiedenen geeigneten Steine.
Marmor
Zunächst ist Marmor hervorzuheben, ein metamorphes Gestein, das hohen Temperaturen ausgesetzt ist und einen hohen Kristallisationsgrad erreicht. Die Bearbeitung von Marmor ist einfacher, wenn er frisch geschnitten ist. Man sollte jedoch beachten, dass er aufgrund seiner sehr feinen Oberfläche recht leicht zu brechen neigt.
Kalkstein
Kalkstein gilt als Sedimentgestein aus Calciumcarbonat und kann gelegentlich gewisse Anteile an Mineralien wie Ton oder Quarz enthalten. Eine der herausragenden Eigenschaften von Kalkstein ist seine hohe Widerstandsfähigkeit gegen Verwitterung.
Granit
Beim Granit kann man sagen, dass er zu den edelsten Gesteinen zählt und schwieriger zu finden ist, da er an bestimmten Orten entsteht. Er besteht aus Quarz, Glimmer und Alkalifeldspäten. Hervorzuheben ist, dass er dank seines Quarzanteils eine höhere Widerstandsfähigkeit und Haltbarkeit aufweist.
Sandstein
Sandstein entsteht letztlich durch das Einsinken eines Sandbetts in der Erdkruste, das sich durch den Druck anderer Sedimente erhitzt und verdichtet. Heißes Wasser fügt gelöste Mineralien wie Quarz oder Eisenoxid hinzu.
Keil-Katalog von Rock&Tools
Wir hoffen, dass dir dieser Artikel über die Arten von Keilen zum Steinespalten interessant und hilfreich war. Wir sind offen für Vorschläge zu Themen, die ihr euch wünscht, und möchten auch gern eure Meinung zu den vorhandenen Keilarten und eure Erfahrungen hören, falls ihr bereits welche verwendet habt.
Jeder Mensch hat unterschiedliche Bedürfnisse, daher personalisieren wir unsere Beratung. Bei Fragen zu den von uns angebotenen Keilen oder zu anderen Werkzeugen findest du hier unsere Möglichkeiten zur Kontaktaufnahme:
Telefon: +34 96 424 10 23
E-Mail: info@rockandtools.com
Wir verfügen über ein Team von Fachleuten, das euch auf Spanisch, Englisch und Französisch betreuen kann.
